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Das Comeback der Ehrlichkeit

Ich saß mit dem Generalsekretär einer grossen Bank am Tisch und er fragte mich, ob wir eine bestimmte Funktion in unserer Software anbieten. Gerne beantwortet man solche Fragen mit „Ja“. Man will ja möglichst alle Wünsche des potentiellen Kunden erfüllen können, insbesondere dann, wenn es eine renommierte Firma ist und sich dadurch in einem neuen Markt Türen öffnen können. Weiterlesen

Authentisch Führen – Führen ohne Leiden

Wohl kein Wirtschaftsthema wird so oft in Büchern, Seminaren und Konferenzen behandelt wie das Thema Mitarbeiterführung. Man müsste darum meinen, dass es unterdessen bekannt, abgehandelt und verinnerlicht ist.

Fast wöchentliche negative Medienberichte und eigene Erfahrungen geben aber Zeugnis darüber, dass dies nicht der Fall ist. Das Thema Führung ist in der Praxis nicht gelöst.

Gibt es dafür einen Grund? Und einen Lösungsansatz?

Die Tätigkeit der Führungsperson in der Wirtschaft wird heute mit „Managen“ umschrieben. Die Aufgabe des Managers ist der möglichst produktive und effiziente Einsatz der ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen zum Erreichen eines möglichst hohen Outputs.

Zu diesen Ressourcen gehören Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge, Produktionsanlagen etc. Die Begriffe „Human Capital“ oder „Human Ressourcen“ weisen darauf hin, dass auch die Mitarbeiter in diese Kategorie fallen.

Das heisst dass die Mitarbeiter in das Konzept der Ressourcen-Optimierung eingeschlossen sind. Hier liegt das Problem: Die Mitarbeiter als lebendige, eigenständige Wesen befinden sich im selben Topf wie die materiellen, leblosen Ressourcen.

Sehe ich meine Mitarbeiter als Menschen oder Ressource?

Führen von Mitarbeitern ist aber nicht das Managen einer Ressource, sondern die Gestaltung einer besonderen von Gott vorgesehen Form der zwischenmenschlichen Beziehung. Andere solche spezielle Beziehungen sind die Beziehung zwischen Ehepartnern, zwischen Eltern und Kindern, Lehrer und Schülern etc.

Führung ist Beziehung!

Führung – oder Leadership – ist erfolgreich gestaltete und gelebte zwischenmenschliche Beziehung. Es ist offensichtlich, dass diese anders funktioniert als das Managen einer leblosen Ressource. Und darum wird das Thema Führung in der Praxis nie wirklich gelöst sein: Weil sich mit jeder neuen Führungsperson die Frage stellt, ob diese die Mitarbeiter als Ressource sieht und einsetzt (managed“), oder fähig ist, diese als lebendige, eigenständige, selbst motivierte Wesen zu mobilisieren, die Freude haben, ihre Resultate aus einer gesunden und ermutigenden Beziehung zu ihrem Vorgesetzten und ihren Kollegen zu erbringen.

Dies ist offensichtlich eine andere Herausforderung als das Managen von leblosen Ressourcen!

 

Claude R. Schmutz, Gründer und Präsident von LIF, war international in hochrangigen Management-Positionen der Pharmabranche tätig. Er gilt als profunder Kenner der Wirtschaftswelt und deren Arbeitsumfeld. Heute ist Claude als Berater von Führungskräften, Mentor und Referent aktiv.

Thesen für Leaders

Als Führungskräfte sind wir mit hoher Schlagzahl unterwegs. Was wir deshalb immer wieder brauchen, sind Impulse, anhand derer wir uns reflektieren und neu ausrichten können. Deshalb hier 12 Thesen für Leaders. Einfach mal in den Raum gestellt – prägnant und auf den Punkt gebracht. Damit wir auf Kurs bleiben!

Lasst uns Pferde stehlen!

„Eigentlich habe ich mein ganzes berufliches Leben als Dienstleister für meine Mitarbeiter verbracht. Vielen Menschen die Lust am konstruktiven Pferdediebstahl beizubringen, das ist die eigentliche Führungsaufgabe.“ Auto-Manager Herbert Demel im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin brandeins.

 

Herbert Demel, 63, begann seine Manager-Karriere 1984 bei Bosch in Stuttgart. 1990 wechselte er zu Audi und übernahm dort 1995 den Vorstandsvorsitz. Später Chef von Volkswagen in Südamerika sowie in leitenden Positionen bei Fiat und Magna Steyr.

 

Mit dem Wirtschaftsmagazin brandeins (Ausgabe 01/2017, Schwerpunkt: Offenheit) spricht Demel über konstruktives Rebellentum, wie man einen positiven Virus verbreitet und warum man verhindern muss, dass es sich Mitarbeiter und Führungskräfte in einer Opferrolle bequem machen. Seine Statements in Auszügen:

 

Zur Unternehmenskultur:
„Eine zu streng hierarchische Ausrichtung entlässt Mitarbeiter aus ihrer Verantwortung. Immer wenn etwas schiefläuft heißt es „Der da ist schuld, der hat es entschieden“. Sie müssen verhindern, dass Mitarbeiter, zumal Führungskräfte, es sich in einer Opferrolle bequem machen. Meine Botschaft lautete immer: „Ihr seid dazu da, den Mund aufzumachen und zu sagen, wo es klemmt und warum.“

 

Wie man positive Veränderung anzettelt:
„Das Entscheidende ist, dass ein Virus entwickelt und gezüchtet wird. Mitarbeiter, die früher immer den Mund gehalten hatten, die ewig Stillen, fingen plötzlich an zu reden, in Gruppen irgendwas zu entwickeln, sie kamen mit Ideen. Die Ausbreitung des Virus war irgendwann nicht mehr aufzuhalten.“

 

Unter Demel wurde der Audi TT entwickelt – ein Erfolgsmodell und damals ein völlig Audi-untypisches Spaß-Auto. Dazu hatte Demel seine Ingenieure und Designer aus dem Ingolstädter Audi-Umfeld herausgenommen und für einige Monate in ein Entwicklungslabor nach München geschickt. Über die Wichtigkeit, immer wieder einmal aus seinem normalen Umfeld auszusteigen, um neu inspiriert zu werden und um neue Perspektiven zu entwickeln, sagt Demel:
„Im normalen Fabrikalltag wäre so etwas wie der TT nicht herausgekommen. Das normale Setting produziert ordentlichen Mainstream, aber es tut sich unglaublich schwer, plötzlich etwas völlig anderes hervorzubringen.“

 

Auf die Frage, wie man Menschen dazu bringt, sich so für die Firma einzusetzen:
„Manager, die dominant auftreten und so tun, als könnten sie vor lauter Kraft kaum laufen, sind mir zuwider. Eigentlich habe ich mein ganzes berufliches Leben als Dienstleister für meine Mitarbeiter verbracht. Vielen Menschen die Lust am konstruktiven Pferdediebstahl beizubringen, das ist die eigentliche Führungsaufgabe.“

 

Als Chef von Volkswagen Brasilien gelang es Demel angesichts der damaligen Wirtschaftskrise im Land, die Konzerntochter zu stabilisieren – aber er musste auch Fabriken schließen und mehrere Tausend Leute entlassen. Trotzdem war er bei den Belegschaften in Brasilien nicht verhasst, sondern respektiert. Warum, erklärt jemand, der damals nahe an Demel dran war:
„Er gehört nicht zu der Sorte Manager, die taktieren, hintenherum über andere reden und Intrigen spinnen. Wenn er mit Leuten spricht, auch über schmerzhafte Einschnitte, dann immer mit offenem Visier.“

 

Zum Respekt vor seinen Mitarbeitern gehörte für Demel auch, dass er in ihrer Sprache mit ihnen redet. In Brasilien lernte er als erstes Portugiesisch. Demel dazu:
„Mit der Sprache fängt´s doch an. Wenn Sie brasilianische Ingenieure oder Meister auf Englisch ansprechen, kriegen Sie sie nicht…“

 

Das ganze Gespräch hier lesen >>>

© brandeins 01/2017
Text und Interview: Andreas Molitor
Foto: Julian Baumann

 

Wie Führungskräfte den Überblick behalten – das LIF COCKPIT als Life-Management-Tool

Vielbeschäftigte kennen das: neben dem anspruchsvollen Job gilt es, die weiteren Lebensbereiche wie Partnerschaft, Familie und Freundschaften zu berücksichtigen. Ganz zu schweigen von den eigenen Bedürfnissen, die vielleicht schon viel zu lange zu kurz kommen. Gleichzeitig ist man verschiedensten Erwartungshaltungen ausgesetzt. Wie in diesem Szenario den Überblick behalten und den persönlichen „Lebens-Flug“ erfolgreich steuern?

Die Piloten in einem Flugzeug stützen sich bei der Analyse und Beurteilung ihrer Situation auf die Anzeigeinstrumente in ihrem Cockpit. Zentral dabei ist das sogenannte Aviation Six Pack, in dem die für einen gelingenden Flug sechs wichtigsten Indikatoren dargestellt werden (Geschwindigkeit, künstlicher Horizont, Höhenmesser, Vertikalgeschwindigkeit, Kursanzeige und Wendezeiger). Weicht ein kritischer Wert vom Sollzustand ab, kann der Pilot direkt reagieren und eingreifen. Die Komplexität des Ganzen wird dadurch übersichtlich auf die wichtigsten Teilbereiche herunter gebrochen.

Das LIF COCKPIT ist – abgeleitet vom Piloten-Cockpit im Flugzeug – ein Tool, um das eigene Leben ganzheitlich in den Blick zu nehmen und erfolgreich zu steuern. Es bildet die sechs zentralen Lebensbereiche ab, die für praktisch jede Führungsperson von Bedeutung sind: Persönlichkeit, Freiheit, Freunde, Ehe, Karriere und Sinn.

 

Das LIF Cockpit als Download zur persönlichen Reflexion >>>

 

Persönlichkeit
Der Indikator Persönlichkeit hat mit den eigenen Bedürfnissen, Träumen und Persönlichkeitsmerkmalen zu tun. Was ist mir wirklich wichtig? Wie sehen meine Zukunftsvorstellungen aus? Wovon habe ich früher geträumt und was ist aus diesen Träumen geworden? Haben die ständigen Anpassungsleistungen unerwünschte Spuren im eigenen Verhalten und Charakter hinterlassen? Wie erobere ich zurück, was mir im Laufe der Karriere verloren gegangen ist?

Freiheit
Dieser Indikator zeigt an, wie es um die persönliche Freiheit wirklich bestellt ist. Bin ich in meinen Handlungen und Entscheidungen von anderen Menschen unabhängig? Kann ich Richtungen und Ziele festlegen und zwischen Alternativen wählen? Lebe ich selbst oder versuche ich, die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen? Wie sieht es mit der inneren Freiheit aus? Gibt es unfrei wirkende Prägungen, Denkmuster oder Gewohnheiten – möglicherweise negative Erfahrungen aus der Vergangenheit – die wirkliche Freiheit verhindern? Darf alles ans Licht kommen oder gibt es Leichen im Keller, die besser unentdeckt bleiben?

Freunde
Dieser Indikator hat mit den Beziehungen zu anderen Menschen und deren Auswirkungen auf das eigene Leben zu tun. Habe ich wahre Freunde? Wer ist noch da, wenn ich nicht mehr leisten kann? Sind die persönlichen Beziehungen im Freundeskreis – aber auch zu Nachbarn, Mitarbeitern und Vorgesetzten – möglichst unbelastet und gesund? Lebe ich in tragfähigen und freundschaftlichen Beziehungen, die aufbauen und Freude machen?

Ehe
Das wichtigste zwischenmenschliche Beziehungsfeld. Ist die Partnerschaft trotz allen Hochs und Tiefs eine Quelle der Stärkung und Ermutigung? Findet nach Krisen wieder Vergebung und Versöhnung statt? Ziehen wir gemeinsam an einem Strang oder mehr gegeneinander? Ist mein Partner mit meinem Beruf versöhnt? Was ist aus den Erwartungen geworden, mit denen man einst in die Beziehung ging? Wie sieht man selbst die eigene Partnerschaft – und wie sieht sie der Partner?

Karriere
Der Indikator Karriere beleuchtet die berufliche Entwicklung auf Basis der ursprünglichen Erwartungen und des persönlichen Potenzials. Bin ich beruflich am richtigen Platz? Trifft der heutige Aufgaben- und Verantwortungsbereich meine persönlichen Stärken und Vorlieben? Kann ich in meiner beruflichen Position die Wirkung erzielen, die ich mir wünsche? Erlebe ich in dem, was ich tue, Erfüllung – oder fühle ich mich unabhängig von erreichter Position und Gehaltsstufe fehl am Platz? Ist mein Herz da, wo mein Arbeitsplatz ist – oder schlägt es ganz woanders?

Sinn
Der Indikator Sinn hat mit den grundsätzlichen Fragen des Lebens zu tun. Macht mein Leben im Allgemeinen und die tägliche mühevolle Kleinarbeit im Besonderen wirklich Sinn? Ist der Sinn des Lebens von Leistung und Zielerreichung abhängig oder gibt es ein davon losgelöste Sinnquelle? Wovon leite ich den Wert meines Lebens ab? Drohen meine persönlichen Wertquellen eines Tages vielleicht zu versiegen? Was dann? Was gibt mir Sicherheit und an welchen Maßstäben orientiere ich mich? Spüre ich inneren Frieden und Erfüllung?

Reflexion

Jeder dieser Indikatoren ist ein Anzeigeinstrument im Cockpit des persönlichen Lebens. Der Zeiger auf 0 bedeutet kein Leben und damit keine Integrität in diesem Bereich, der Zeiger auf 1 bedeutet volles Leben und volle Integrität. Jeder Mensch befindet sich irgendwo dazwischen. Anhand der genannten Fragen können wir uns reflektieren und die Zeiger einstellen. Dadurch erhalten wir einen Überblick über die Gesamtqualität unseres Lebens-Fluges und es werden Handlungsfelder sichtbar, in denen wir aktiv werden können, um unsere Lebensqualität zu erhöhen.

 

Ohne Integrität ziehen wir eine Spur der Verwüstung…!

Dr. Henry Cloud, Psychologe und Bestseller-Autor, bringt die Sache auf den Punkt: Fehlende Integrität bei Führungskräften verursacht dramatische Schäden – sowohl auf der Performance- als auch auf der Beziehungsebene. In seinem Bestseller „Integrity“ (New York Times: „the best book in the bunch“) zeigt er, wie man die persönliche Integrität stärkt und auf welche Eigenschaften es wirklich ankommt…

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Impulsvortrag: Erfolgsfaktor Integrität – Gier ist out, Charakter ist in!

Gier und Egoismus haben unsere Welt an den Rand des Ruins gebracht. Bloß nicht „Weiter so“! Was wir heute brauchen, sind integre Persönlichkeiten, auf die man sich verlassen kann. Vertrauen und Orientierung sind gefragt. Wie gelingt uns dieser Aufbruch? Und wie können wir andere inspirieren und unser Umfeld positiv verändern?

Johannes Grassl im boxenstopp-Impulsvortrag über Integrität als Erfolgsfaktor, warum Gier „out“ und Charakter „in“ ist und wie wir unser persönliches Fundament stärken.

 

Vom Sinn zur Wirkung

Gehen Sie einfach nur Geld verdienen, oder haben Sie in Ihrer Arbeit Ihre wahre Bestimmung gefunden? Folgende Impulse helfen Ihnen, Führung und Sinnorientierung zu verknüpfen. Aus einem Artikel von Nick Craig und Scott Snook aus dem Harvard Business Manager.

 

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Wachstumskultur schaffen

Kultur ist entscheidend für Wachstum und Entwicklung. Während Visionen die Ziele definieren, entscheidet die gelebte Kultur, ob wir diese Ziele auch erreichen. Frei nach John C. Maxwell: „Culture eats vision for lunch – you need to have a vision, but culture is much more important!“ Wie aber schaffen wir eine Kultur, in der wir wachsen und uns positiv entwickeln können?

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Die Charakterrendite

Integrität zahlt sich aus: CEOs, die sich ethisch korrekt verhalten, führen Unternehmen erfolgreicher als solche, die es mit der Moral nicht so genau nehmen. Das heißt: Charakterschwache Führungskräfte ruinieren Unternehmen, starke integre Persönlichkeiten aber bringen sie nach oben – auch und vor allem wirtschaftlich.

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Portfolio Einträge