I want my life back!

Christoph SennChristoph Senn ist international tätiger Unternehmensberater und Universitätsdozent. Nach Jahren auf der Erfolgsspur fasst er einen Entschluss, der sein Leben verändern sollte: I want my life back! Heute ist er dabei, zurück zu erobern, was ihm im Lauf der Jahre verloren gegangen war. 

 

Von Christoph Senn

Nach mehreren Jahren als Industriemanager und Universitätsdozent machte ich mich Ende 2000 als Unternehmensberater selbständig. Schnell fuhr ich auf der Erfolgsspur: globale unternehmerische Tätigkeit, gutes familiäres Umfeld, materieller Wohlstand, dazu militärische Karriere bis zum Bataillonskommandeur der Schweizer Armee sowie die Berufung als Dozent an eine renommierte Universität in den USA.

Aber: der Preis dafür war hoch. Familie, Freunde und meine eigenen Bedürfnisse kamen zu kurz. Meine Ressourcen waren bald aufgezehrt, die Lebensqualität litt. Das selbst aufgebaute Hamsterrad drehte sich immer schneller. Trotz globalem Aktionsradius spielte sich mein Leben in einer sehr begrenzten Arena ab. In mir wurde eine Sehnsucht wach: 
I want my life back! Ich will zurück, was mir im Laufe der Jahre verloren gegangen war!

In mir wurde eine Sehnsucht wach: 
I want my life back! Ich will zurück, was mir im Laufe der Jahre verloren gegangen war!

In dieser Phase nahm ich an den LIF Wohltutagen in Blaibach teil. Diese Tage öffneten mir die Augen, viele von mir hochgehaltene „Lebensregeln“ entpuppten sich als Irrwege. Es war in der Tat wohltuend, im Kreise gleichgesinnter Führungskräfte das eigene Leben zu analysieren und ohne esoterischen Firlefanz nüchtern zu hinterfragen. Diese Tage lösten positive Veränderung aus, folgende Schritte waren mir dabei besonders hilfreich:

1. Den persönlichen Lebensentwurf auf den Prüfstand stellen. Nüchtern, besser brutal nüchtern, ohne Ausreden – genauso schonungslos, wie man sonst nur andere kritisiert. Was ist mir persönlich wichtig? Wo stehe ich heute? Bin ich (wirklich) zufrieden? Wie kann ich zurückerobern, was mir verloren ging? Bei mir wurden daraus 12 Punkte, die ich laufend hinterfrage. Die Verknüpfung aller Lebensbereiche ermöglicht spannende Querverbindungen und zeigt auf, wo Nachholbedarf besteht.

2. Zwiegespräch mit Gott beginnen. Einmal ohne Agenda einfach nur zuhören, was einem für Gedanken in der Stille kommen. Ein Jahr lang habe ich mir jeden Morgen eine Stunde Zeit für Stille und Reflexion genommen. Ich habe mir aufgeschrieben, was ich erlebt habe und was mich bewegt. Dabei wurde mir deutlich, wie sehr Gott mich versorgt und sich um meine Belange kümmert.

3. Dran bleiben und die gewonnenen Erkenntnisse umsetzen. Was passiert, wenn es wieder (etwas) besser geht? Meine Erfahrung ist, dass man Gefahr läuft, den Schwung zu verlieren. Wichtig ist, nicht aufzugeben sondern dran zu bleiben, auch zusammen mit einem Freund, Berater oder Mentor. Veränderung, positiv wie negativ, ist immer ein Prozess, dieser braucht Zeit.

Heute darf ich dankbar feststellen, dass mein Wunsch zunehmend in Erfüllung geht. Allerdings funktioniert dies nicht mehr aus eigener Kraft. Ich habe gelernt, Gottes Führung stärker zu vertrauen und rechne bewusst mit seinem Eingreifen in schwierigen Situationen. Gezielte Coaching-Sitzungen mit erfahrenen Führungspersonen im Nachgang zu den Wohltutagen waren mir eine große Hilfe. Nach wie vor gibt es Rückschläge, aber ich erlebe heute eine größere Gelassenheit und Freude in meinem Leben und Handeln als je zuvor.

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